Prüfung der Integration der militärhistorischen Bundeswehrsammlung in das DIZ Stadtallendorf

der FDP-Fraktion zur nächsten Stadtverordnetenversammlung betreffend

einer Prüfung, inwieweit die militärhistorische Sammlung der Bundeswehr Stadtallendorf, derzeit untergebracht in der Herrnwaldkaserne, ganz oder teilweise in die Ausstellungsmöglichkeiten des Dokumentations- und Informationszentrums Stadtallendorf übernommen werden kann.

Sehr geehrte Frau Stadtverordnetenvorsteherin,

zur nächsten Stadtverordnetenversammlung im Dezember 2025 stellt die FDP-Fraktion hiermit folgenden Antrag:

Antragstext:

  1. Der Magistrat wird beauftragt – in Zusammenarbeit mit den zuständigen Personen der Bundeswehr- zu prüfen, inwieweit die militärhistorische Sammlung der Bundeswehr Stadtallendorf, die derzeit in der Herrnwaldkaserne untergebracht ist und dort teilweise besichtigt werden kann, als Ausstellung ganz oder teilweise in die Räumlichkeiten des Dokumentations- und Informationszentrums Stadtallendorf (DIZ) übernommen und integriert werden kann.
  2. Über das Ergebnis der Überprüfung ist zeitnah, spätestens im Februar 2026, in den städtischen Gremien zu berichten.

Begründung:

Der Bundeswehrstandort Stadtallendorf hat eine lange bundesrepublikanische Geschichte. Dazu haben die Stadt, insbesondere die städtischen Gremien. sich immer bekannt.
Die Bundeswehr und insbesondere die aktuellen und früheren Bundeswehrsoldaten, inklusive ihrer Familien, haben Stadtallendorf seit den fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts entscheidend mitgeprägt.

Am Bundeswehrstandort Stadtallendorf war eine militärhistorische Sammlung der Bundeswehr vorhanden. Diese ist, nach Angaben aus Bundeswehrkreisen, im Zuge der Umstrukturierungen der Standorte, letztlich nur noch in reduzierter Form in der Herrenwaldkaserne teilweise zu besichtigen.

Insoweit steht sie keiner breiten Öffentlichkeit zur direkten Besichtigung zur Verfügung, sie ist kaum bekannt.

Trotzdem sollte ein barrierefreier, möglichst komplikationsfreier Zugang zu diesem „Stück der Stadtgeschichte“ ermöglicht werden.

Hierzu bietet sich das Dokumentations- und Informationszentrum an, zumal hier Ausstellungsräumlichkeiten in genügendem Umfang zur Verfügung stehen.

Gespräche mit den Verantwortlichen des Bundeswehrstandorts Stadtallendorf werden unumgänglich sein, um die dortige Bereitschaft (im Hinblick auf die Zurverfügungstellung von Teilen der Sammlung im Rahmen einer Dauerausstellung oder von lediglich temporären Ausstellungen) zu erkunden.

Schon seit dem Januar 2016 liegt ein Konzept zur Erweiterung der Ausstellung der Stadtgeschichte vor.

Das Leitmotiv „Was hat Stadtallendorf bis heute geprägt?“ ist schon dort dargestellt und zur Umsetzung vorgeschlagen und ist mittlerweile auch in konkrete Vorhaben gemündet.

Diese Vorhaben werden nunmehr, nachdem die Bauarbeiten zu der Erweiterung des Dokumentationszentrums begonnen haben, zu verwirklichen sein.
Deshalb bietet sich die Kontaktaufnahme zu den (auch) örtlichen Verantwortlichen der Bundeswehr an, zumal die dort nur noch teilweise aufbereitete Ausstellung nur einem sehr begrenzten Personenkreis überhaupt noch bekannt ist.

Die Stadtverordnetenversammlung hatte bereits im Jahre 2022 auch die Integration der Bundeswehrgeschichte in die Konzeption des DIZ beschlossen.

Nachdem nunmehr die Bauarbeiten für die Erweiterung der Gebäudesubstanz des DIZ begonnen haben sollten die Überlegungen im Hinblick auf die Integration der militärhistorischen Sammlung des Bundeswehrstandorts Stadtallendorf konkreter werden.

Es soll insbesondere zusätzlich darum gehen die Frage „Was hat Stadtallendorf bis heute geprägt“ im Sinne der bisherigen Konzeptionen nunmehr anzugehen.

Angesichts der Tatsache, dass der Bundeswehrstandort Stadtallendorf wohl zukünftig -zumindest nach derzeitigen Aussagen der Bundespolitik inklusive des Bundespräsidenten- wohl eine erhebliche Aufwertung erfahren wird, hält die FDP-Fraktion es für erforderlich die gesamte Bundeswehrgeschichte und Bundeswehrtradition auch offensiv im Rahmen von örtlichen, kommunalen Ausstellungen der Öffentlichkeit leicht zugänglich zu machen.

Dazu bieten sich die Ausstellungsräume des DIZ an.

Eine weitere Begründung erfolgt mündlich.

Mit freundlichen Grüßen

Winand Koch