FDP lehnt Haushalt 2026 ab – Strukturreformen statt Steuererhöhungen
Die FDP-Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung Stadtallendorf hat den Haushalt 2026 sowie die Wirtschaftspläne der Eigenbetriebe abgelehnt. Gemeinsam mit CDU und BUS stimmte die Fraktion gegen das vorgelegte Zahlenwerk, da aus ihrer Sicht notwendige strukturelle Reformen weiterhin fehlen.
Besonders kritisch sieht die FDP die wirtschaftliche Situation des Industrieunternehmens Fritz Winter Eisengießerei. Nach Gesprächen mit der Unternehmensleitung erwartet Fritz Winter kurzfristige Gewinneinbrüche und eine schwierige Personalsituation. Vor diesem Hintergrund stellt sich die FDP ausdrücklich an die Seite der Beschäftigten und warnt davor, Unternehmen und Arbeitnehmer durch Steuererhöhungen zusätzlich zu belasten. Eine Erhöhung der Gewerbesteuer würde nach Ansicht der Liberalen die wirtschaftliche Stabilität des Standorts gefährden.
Zugleich kritisiert die FDP das Vorgehen der Mehrheitsfraktionen. Zwar haben CDU und BUS gemeinsam mit der FDP gegen den Haushalt gestimmt, dennoch habe die CDU zuvor ermöglicht, dass überhaupt noch über den Haushalt abgestimmt wurde. Nach Auffassung der FDP wäre es sinnvoller gewesen, die Entscheidung dem neu gewählten Parlament zu überlassen und den Haushalt erst dort abschließend zu beraten.
Die FDP übt daher deutliche Kritik am Verhalten von CDU, SPD sowie Bürgermeister Christian Somogyi. Aus Sicht der Liberalen wurde die Chance verpasst, den Haushalt grundlegend zu überarbeiten und strukturelle Einsparungen sowie mehr Transparenz in der Haushaltsführung umzusetzen.
Die FDP-Fraktion betont, dass Stadtallendorf vor einem finanzpolitischen Wendepunkt steht. Rücklagen seien nahezu ausgeschöpft, weshalb nun echte strukturelle Reformen notwendig seien. Ohne diese Veränderungen könne die FDP dem Haushalt nicht zustimmen.
